Wärmereduziert Schweißen mit Einbrand.

Mit dem von seinem langjährigen Technologiepartner patentierten Verfahren zur mechanisch unterstützen Tropfenablösung begegnet SKS Welding Systems den Anforderungen des Marktes. Die bekannt stabilen SKS Schweißkomponenten ermöglichen in perfektem Zusammenspiel mit dem innovativen Frontpull Weld Package den neuen microMIG Prozess. Dieser erlaubt einen spritzerfreien Werkstoffübergang bei definierter Wärmeeinbringung. Somit ergibt sich ein Prozess, der einerseits sehr wärmereduziert einstellbar ist und andererseits den geforderten Einbrand zuverlässig aufweist.

Der microMIG Prozess wird ohne Einsatz von aufwändigem Zusatzequipment realisiert, da die Frontpull Weld Packages Standard Komponenten verwenden. Dadurch ist der microMIG Prozess nicht nur in Neuanlagen verfügbar, sondern kann durch einfache Nachrüstung eines Frontpull Equipments auch in bestehende Anlagen der LSQ/Q80-Serie integriert werden.

Prozessbeschreibung microMIG

Bei herkömmlichen spritzer- und wärmereduzierten Schweißverfahren ist die Abschmelzleistung direkt an die Frequenz gebunden. Somit bedingt eine höhere Abschmelzleistung ebenfalls eine höhere Frequenz, was sich negativ auf den Verschleiß und die Lebensdauer der Motoren, der Drahtseele und der Kontaktdüse auswirkt. Die microMIG Technologie verfolgt ein grundlegend anderes Konzept. Hier werden Sequenzen des Pulsprozesses zwischen die mechanische Tropfenablage geschaltet. Je höher die Abschmelzleistung sein soll, je länger sind die Pulssequenzen. Eine höhere Abschmelzleistung verringert hier also die Frequenz der Drahtbewegung.

Funktionsweise microMIG

Mit einer Pulssequenz (bestimmte Anzahl an Pulsen) [3] wird indirekt die Drahtvorschubgeschwindigkeit vorgegeben (Abschmelzleistung) und das Schweißbad erzeugt. Mit dem letzten Puls wird ein Tropfen am Drahtende gebildet. Dann wird der Draht mit geringem Strom [2] bis zum Bauteilkontakt nach vorne gefördert und der Tropfen wird abgelegt. Bei Kontakt [5] wird die Drehrichtung des Drahtvorschubs umgekehrt und der Draht mit geringem Strom für eine definierte Zeit [4] zurückgezogen. Nachdem der Lichtbogen wieder gebildet ist, wird die Drehrichtung erneut umgekehrt (vorwärts) und die Pulssequenz beginnt nach einer kurzen Zeit [1] erneut. Der microMIG Prozess wurde mit SKS Standardkomponenten realisiert, welche sich bereits tausendfach weltweit im industriellen Einsatz befinden. Es wird kein Drahtausgleichspuffer benötigt. Die zugehörigen Verschleißteile für Aluminium (Drahtseelen, Antriebsrollen, Mittelführungen) sind für Aluminium-Drähte mit Durchmessern von 0,8 bis 1,6 mm verfügbar.

Prozessbeschreibung microMIG-cc

Mechanische Tropfenablösung ohne zwischengeschaltete Pulse
Der Lichtbogen brennt zwischen vorwärts gefördertem Zusatzwerkstoff und dem Bauteil. Die hierbei relativ hohen Stromstärken (Grundstrom) bewirken das Anschmelzen der Drahtelektrode, wobei ein Tropfen entsteht. Dieser wird durch die Drahtförderung bis ins Schmelzbad gefördert. Bei dem hierbei entstehenden Kurzschluss erlischt der Lichtbogen, der Schweißstrom bleibt konstant. Durch die nun umkehrende Drahtförderrichtung, der Schweißzusatzwerkstoff läuft nun rückwärts, wird der Tropfen mechanisch unterstützt in das Schmelzbad überführt. Der Kurzschluss wird aufgelöst und der Lichtbogen zündet erneut. Nach Beendigung der Rückzugzeit ist die korrekte Lichtbogenlänge wieder hergestellt, die Förderrichtung wird wieder umgekehrt, der Draht läuft wieder vorwärts. Der Prozess beginnt sich zu wiederholen.